29.06.2013 DV FortCH in Kleinlützel

Delegiertenversammlung von FortCH in Kleinlützel
Bericht von unserm Vorstandsmitglied und Teilnehmer Pierre Comment

Am 29. Juni 2013 kam dem Bunkerverein Kleinlützel eine grosse Ehre zuteil, als er die diesjährige Delegiertenversammlung von FORT.CH (Dachverband der Vereine und Organisationen, welche ehemalige Festungen und andere militärische Anlagen und Einrichtungen der Schweizer Armee besitzen, erhalten oder betreiben) organisieren durfte. Die ab 9:30 Uhr auf dem Gelände der MSL eintreffenden Delegierten wurden mit Kaffee und Gipfeli herzlich empfangen, was angesichts des regnerischen Wetters von den Teilnehmenden sehr geschätz worden ist. Zirka 45 Delegierte aus der ganzen Schweiz fanden den Weg nach Kleinlützel. Den Verkehrsdienst übernahm - wie schon so oft - unser Peter Scherrer, der sich unermüdlich und teilweise unter strömendem Regen für die Sicherheit aller eingesetzt hat. An dieser Stelle sei ihm für seine besonders wertvolle - und für ihn nicht ganz ungefährliche - Arbeit herzlich gedankt.
Der Beginn des "offiziellen" Teils der Delegiertenversammlung wurde um 10:00 Uhr durch ohrenbetäubende Kanonenschüsse eingeläutet, was bei allen Anwesenden grosse Begeisterung auslöste. Daraufhin begab man sich zur Behandlung der statutarischen Geschäfte in den Schulungsraum der MSL, der uns wiederum grosszügig zur Verfügung gestellt worden ist. Die Leitung übernahm Werner Heeb, Präsident von FORT.CH. Wer Genaueres über Ablauf und Inhalt der Versammlung erfahren möchte, kann über den Vorstand des Bunkervereins ein Exemplar des DV-Protokolls beziehen. Besonders zu erwähnen ist die Neuaufnahme der "Sperrstelle Angenstein" in den Dachverband, welcher nun nicht weniger als 50 Mitgliedsorganisationen zählt. Die Präsentation der Sperrstelle übernahm Oberst Hans-Ruedi Schaffhauser, Vizepräsident der Offiziersgesellschaft beider Basel, der in einem fesselnden militärhistorischen Referat auch von den Angriffplänen der deutschen Streitkräfte auf die Nordwestschweiz berichtete. So lernten die Zuhörer etwa, dass deutsche Pioniere während des letzten Weltkriegs einen unterirdischen Stollen vom Badischen Bahnhof in Richtung Schwarzwaldbrücke gebaut hatten, um - im Falle eines Angriffs - mindestens eine intakte Rheinbrücke im Handstreich einnehmen zu können. Die französische Armee hatte ihrerseits eine Artillerieabteilung im grenznahen Ausland in Stellung gebracht, welche bei einem deutschen Angriff die Basler Rheinbrücken zerstören sollte. Man kann sich unschwer vorstellen, welche verheerenden Schäden dadurch im ganzen Stadtzentrum verursacht worden wären.
Im Anschluss an die eigentliche Delegiertenversammlung wurde den Teilnehmenden ein feines Mittagessen serviert. Das Verpflegungs- und Servicepersonal erbrachte eine grossartige Leistung, wofür ihm grössten Dank gebührt. Krönender Abschluss der Veranstaltung bildete natürlich die Besichtigung unserer Anlagen durch das höchst versierte Publikum. Der Bunkerverein erntete wiederum sehr viel Lob für seine vorbildlich ausgestatteten und in Stand gehaltenen Anlagen.
Die Delegiertenversammlung 2013 war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg. Der Vorstand von FORT.CH bedankte sich in einem Schreiben nochmals für die exzellente Organisation der Veranstaltung und für das gelungene Rahmenprogramm. Als Zeichen seines besonderen Danks gewährte er dem Bunkerverein einen zusätzlichen finanziellen "Zustupf" für die Vereinskasse.
Der Vorstand des Bunkervereins möchte an dieser Stelle noch einmal allen, die zur erfolgreichen Organisation der Delegiertenversammlung beigetragen haben, herzlich danken. Ohne ihre tatkräftige Unterstützung hätte eine solche Veranstaltung nicht erfolgreich durchgeführt werden können.


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